
Methodik

Unser Vorgehen für eine Brunnenbohrung in Bochum beginnt stets mit einer gründlichen Auswertung vorhandener geologischer Karten und Grundwasserdaten. Auf Basis dieser Vorerkundung planen wir die Erkundungsbohrung, um die Mächtigkeit und hydraulischen Eigenschaften der wasserführenden Schichten exakt zu bestimmen. Die eigentliche Brunnenbohrung erfolgt dann mit dem für die angetroffenen Lockergesteine und Festgesteine optimalen Bohrverfahren. Parallel dazu führen wir Pumpversuche durch, um die nachhaltige Entnahmerate und die Qualität des geförderten Wassers zu dokumentieren.
Technische Referenzparameter
| Parameter | Referenzwert |
|---|---|
| Vorherrschender Bodentyp | Lehmige und sandige Deckschichten über karbonischem Festgestein |
| Typische Grundwasserflurabstand | 5 bis 15 Meter unter Geländeoberkante, lokal variabel |
| Mächtigkeit Lockergesteinsdecke | 10 bis über 30 Meter, abnehmend nach Norden |
| Charakter des Grundwasserleiters | Porengrundwasserleiter in Sanden/Kiesen; klüftiger Grundwasserleiter im Festgestein |
Lokale Aspekte — Bochum
Die hydrogeologischen Gegebenheiten in Bochum erfordern eine präzise Planung. Unser Team berücksichtigt dabei: 1) Die charakteristische Schichtenfolge aus quartären Deckschichten über karbonzeitlichem Festgestein, die die Ergiebigkeit des Grundwasserleiters bestimmt. 2) Die typische Grundwasserflurabstände, die je nach Geländehöhe und Nähe zur Emscher variieren. 3) Die historisch bedingten, möglichen Belastungen des Untergrundes, die eine genaue Wasseranalyse notwendig machen. 4) Die unterschiedlichen Anforderungen an Brunnen in gewerblich genutzten Gebieten im Vergleich zu rein landwirtschaftlichen Flächen am Stadtrand. 5) Die enge Abstimmung mit den zuständigen Wasserbehörden, insbesondere bei Projekten in ausgewiesenen Wasserschutzgebieten. Für komplexe hydrogeologische Fragestellungen empfiehlt sich stets ein vorbereitendes Hydrogeologisches Gutachten. Unser Team in der Metropolregion Ruhr ist auch Ihr Ansprechpartner für umfassende Brunnenbohrung von Dortmund aus.
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Dienstleistungen in Bochum
Anwendbare Normen
- Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
- Landeswassergesetz Nordrhein-Westfalen
- DVGW W 120 "Hydrogeologische Untersuchungen für bautechnische Zwecke"
- DIN EN ISO 22475-1 "Bohrungen und Grundwasseruntersuchungen"
Häufig gestellte Fragen
Welche geologischen Besonderheiten sind bei einer Brunnenbohrung in Bochum zu beachten?
Bochum liegt im Übergang von der Niederrheinischen Bucht zum Bergischen Land. Typisch sind mächtige Lockergesteinsdecken aus Kiesen, Sanden und Lehmen, unter denen das karbonische Festgestein ansteht. Diese Schichtung beeinflusst die Ergiebigkeit und die erforderliche Bohrtiefe erheblich. Zudem können historische Bergbauaktivitäten den Untergrund beeinflusst haben.
Gibt es in Bochum besondere wasserrechtliche Auflagen für die Grundwassernutzung?
Ja. Bochum liegt im Einzugsgebiet der Emscher und teilweise in ausgewiesenen Wasserschutzgebieten. Jede Grundwasserentnahme ist erlaubnispflichtig nach WHG und Landeswassergesetz NRW. Die Genehmigung durch die untere Wasserbehörde setzt in der Regel einen hydrogeologischen Nachweis der Verträglichkeit der Entnahme voraus.
Ist ein hydrogeologisches Gutachten für eine Brunnenbohrung in Bochum verpflichtend?
Für die behördliche Genehmigung einer grundwasserrechtlichen Erlaubnis wird fast immer ein fachlich fundierter hydrogeologischer Nachweis gefordert. Dieser belegt die Ergiebigkeit des geplanten Brunnens und die Unbedenklichkeit der Entnahme für den Grundwasserhaushalt. Ein solches Gutachten ist daher de facto obligatorisch und Grundlage jeder seriösen Planung.