
Methodik

Unser Verfahren beginnt mit einer obligatorischen hydrogeologischen Vorerkundung nach DVGW W 120, um den optimalen Bohrpunkt zu bestimmen. Die eigentliche Bohrung führen wir je nach geologischen Gegebenheiten mittels Rotary- oder Spülbohrverfahren durch, typischerweise mit Bohrrohren von 150 bis 300 mm Durchmesser. Die Bohrtiefe reicht von 20 Metern in Lockergesteinsaquiferen bis über 100 Meter in Festgestein. Jede Schichtung wird protokolliert, und Grundwasserproben werden nach DIN EN ISO 22475-1 entnommen. Abschließend erfolgen eine Brunnenentwicklung und ein Pumpversuch nach DVGW W 131 zur Bestimmung der spezifischen Ergiebigkeit. Die fachgerechte Pumpeninstallation ist integraler Bestandteil unserer Leistung.
Technische Referenzparameter
| Parameter | Referenzwert |
|---|---|
| Typische Bohrtiefe | |
| Rohrdurchmesser (Filterrohr) | |
| Erwartete Ergiebigkeit (Lockergestein) | |
| Dauer Bohr- & Installationsarbeiten | |
| Regelmäßige Wartungsintervalle |
Lokale Aspekte — Deutschland
Die hydrogeologischen Bedingungen in Deutschland erfordern eine regionsspezifische Anpassung der Bohrtechnik. In den norddeutschen Lockergesteinsaquiferen bei Hamburg oder Bremen dominieren Bohrungen in Sand und Kies. Im süddeutschen Raum, etwa in München oder Stuttgart, sind hingegen oft Bohrungen in geklüftetes Festgestein (Molasse, Keuper) notwendig. Im Rheingraben bei Frankfurt oder Köln finden sich mächtige Kiesaquifere mit hohen Erträgen. Unser Team passt Technik und Material diesen Gegebenheiten an. So setzen wir in festen Schichten andere Meißel ein als in sandigen Bereichen und wählen die Filterkornung präzise auf das anstehende Sediment ab, wie bei unserer Arbeit für Brunnenbohrung in Düsseldorf.
Angebot anfordern
Unser Team prüft Ihr Vorhaben und erstellt einen Erstbericht unverbindlich.
Oder schreiben Sie uns direkt an kontakt@brunnenbohrung24.com
Anwendbare Normen
- DVGW W 120-1 (Planung von Wasserfassungen)
- DVGW W 130 (Bau von Vertikalfilterbrunnen)
- DVGW W 131 (Pumpversuche an Brunnen)
- Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
Häufig gestellte Fragen
Welche Genehmigungen sind für eine Brunnenbohrung in Deutschland erforderlich?
Grundsätzlich ist für jede Grundwasserentnahme eine wasserrechtliche Erlaubnis bei der unteren Wasserbehörde erforderlich. Wir übernehmen für Sie die Antragstellung, inklusive der erforderlichen hydrogeologischen Stellungnahme nach den technischen Regeln der DVGW. Die Genehmigungsdauer variiert je nach Bundesland zwischen 1 und 3 Monaten.
Wie lange ist die Lebensdauer eines fachgerecht gebohrten Brunnens?
Ein nach DVGW-Regelwerk gebauter und regelmäßig gewarteter Brunnen hat eine technische Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren und mehr. Entscheidend sind die Qualität der Filterkiespackung, die korrosionsbeständige Materialwahl und ein jährlicher Check, wie in unserem Service [Brunnenwartung](/brunnenwartung/) beschrieben.
Kann an jeder Stelle auf meinem Grundstück gebohrt werden?
Nein. Der optimale Bohrpunkt wird durch die hydrogeologische Vorerkundung bestimmt, die unterirdische Fließrichtung des Grundwassers, Abstände zu Grundstücksgrenzen, Abwasserleitungen und Altlasten berücksichtigt. Mindestabstände von 10 Metern zu Entwässerungsanlagen sind gemäß DIN oft einzuhalten.
Wie viel kostet eine Brunnenbohrung in Deutschland?
Die Kosten einer Brunnenbohrung sind stark von der Bohrtiefe, dem anstehenden Gestein, dem benötigten Durchmesser und dem Genehmigungsaufwand abhängig. Für einen kompletten Brunnenbau inklusive Pumpentechnik, Genehmigung und Inbetriebnahme liegen die Investitionskosten typischerweise im mittleren vier- bis niedrigen fünfstelligen Bereich. Ein genaues, unverbindliches Angebot erstellen wir nach einer Vor-Ort-Begutachtung.