
Methodik
Unser Vorgehen in Munich beginnt stets mit einer gründlichen Analyse der hydrogeologischen Karten und vorhandenen Bohrprofile. Wir setzen gezielt geophysikalische Vorerkundungen ein, um die Mächtigkeit der Lockergesteine und die Lage des Grundwasserleiters zu bestimmen. Die eigentliche Brunnenbohrung wird dann unter genauer Dokumentation des angetroffenen Schichtaufbaus durchgeführt. Ein zentraler Schritt ist die fachgerechte Entwicklung des Brunnens, um die natürliche Ergiebigkeit des Aquifers optimal zu erschließen und dauerhaft nutzbar zu machen.
Technische Referenzparameter
| Parameter | Referenzwert |
|---|---|
| Vorherrschender Bodentyp | |
| Typische Grundwasserflurabstand | |
| Mächtigkeit des Hauptgrundwasserleiters | |
| Maximale seismische Bodengrundbeschleunigung (PGA) | |
| Typische Reichweite von SPT-N60-Werten |
Lokale Aspekte — Munich
1. **Geologie & Grundwasserleiter:** Der Münchner Raum wird von den mächtigen Schottern der Isar und ihrer Zuflüsse geprägt, die einen hervorragenden Grundwasserleiter bilden. Die Mächtigkeit dieser Schotterkörper variiert lokal stark. 2. **Grundwasserspiegel:** Der Grundwasserspiegel folgt dem Gefälle der Schotterebene von Süden nach Norden und unterliegt natürlichen saisonalen Schwankungen. 3. **Schutzgebiete:** Munich ist von Wasserschutzgebieten umgeben. Jede Bohrung muss die strengen Auflagen zum Schutz der Trinkwasserressourcen einhalten. 4. **Stadtgebiet vs. Umland:** Im verdichteten Stadtgebiet sind oft historische Altlasten oder Grundwasserveränderungen zu berücksichtigen, während im Umland die natürlichen Verhältnisse dominieren. 5. **Typische Herausforderungen:** Eine häufige Aufgabe ist die Abgrenzung von ergiebigen Grundwasserleitern gegen darüberliegende, wasserstauende Feinsand- oder Schlufflagen, die ein hydrogeologisches Gutachten essenziell machen.
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Dienstleistungen in Munich
Abgedeckte Orte in Munich
Anwendbare Normen
- Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
- Bayerisches Wassergesetz (BayWG)
- DVGW W 120 (Hydrogeologische Untersuchungen)
- DIN EN ISO 22475-1 (Bohrungen und Grundwasserermittlung)
Häufig gestellte Fragen
Welche Besonderheiten des Münchner Untergrunds sind für eine Brunnenbohrung kritisch?
Entscheidend ist die genaue Lokalisierung der hochdurchlässigen Kies- und Schotterschichten des Hauptgrundwasserleiters. Diese sind oft von geringerleitenden Deckschichten überlagert. Eine unpräzise Bohrung kann diese produktive Zone verfehlen oder nur unvollständig erschließen, was die Ergiebigkeit stark mindert.
Gibt es in Munich besondere behördliche Vorgaben für Wasserbohrungen?
Ja. Neben den bundes- und landesrechtlichen Vorgaben des WHG und BayWG sind die Vorschriften der jeweiligen Wasserrechtsbehörde und der Unteren Wasserbehörde im Landratsamt bzw. der Stadt Munich zu beachten. Insbesondere in Wasserschutzgebieten gelten verschärfte Auflagen für Zulässigkeit, Bauausführung und Wasserentnahme.
Ist ein hydrogeologisches Gutachten in Munich verpflichtend?
Für die behördliche Genehmigung einer Wasserrechtserteilung (Erlaubnis oder Bewilligung) ist in der Regel ein fachlich fundierter Antrag mit hydrogeologischer Begründung erforderlich. Ein von einem Sachverständigen erstelltes Gutachten bildet hierfür die essentielle Grundlage und erhöht die Erfolgsaussichten des Antrags erheblich.