
Methodik
Unser Vorgehen in Stuttgart beginnt mit einer umfassenden Auswertung vorhandener geologischer Karten und Grundwasserdaten. Auf Basis dieser Vorerkundung planen wir die Erkundungsbohrung, um die Mächtigkeit und hydraulischen Eigenschaften der relevanten Grundwasserleiter, wie der Stuttgarter Formation oder der Oberen Süßwassermolasse, zu bestimmen. Die eigentliche Brunnenbohrung erfolgt unter genauer Dokumentation des Bohrprofils. Parallel dazu führen wir Pumpversuche durch, um die Ergiebigkeit und die langfristige Entnahmemenge zu ermitteln – die Grundlage für einen sicheren Betrieb.
Technische Referenzparameter
| Parameter | Referenzwert |
|---|---|
| Vorherrschender Bodentyp im Talkessel | |
| Typische Grundwasserflurabstand | |
| Anstehendes Festgestein (Grundgebirge) | |
| Maximale seismische Bodenbeschleunigung (PGA) | |
| Typische Korngrößenverteilung Lockergestein |
Lokale Aspekte — Stuttgart
Die hydrogeologischen Bedingungen in Stuttgart erfordern besondere Aufmerksamkeit. Der Stuttgarter Talkessel ist geprägt von Schichten des Gipskeupers und der Stuttgarter Formation, die lokal ergiebige Grundwasserleiter bilden können. Die Grundwasserstände unterliegen saisonalen Schwankungen und sind im urbanen Raum durch Versiegelung und historische Altlasten beeinflusst. In Hanglagen wie in Degerloch oder auf den Fildern ist die Mächtigkeit der Lockergesteinsdecke oft geringer, und die Erschließung kann an den anstehenden Festgesteinshorizont grenzen. Für eine detaillierte Bewertung dieser komplexen Verhältnisse ist ein fundiertes hydrogeologisches Gutachten unverzichtbar. Typische Projekte reichen von der Einzelversorgung im privaten Bereich bis zur industriellen Brauchwassernutzung.
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Dienstleistungen in Stuttgart
Abgedeckte Orte in Stuttgart
Anwendbare Normen
- Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
- Landeswassergesetz Baden-Württemberg
- DVGW W 120 (Hydrogeologische Untersuchungen für bautechnische Zwecke)
- DIN EN ISO 22282 (Hydrogeologische Erkundung und Untersuchung)
Häufig gestellte Fragen
Welche geologischen Besonderheiten sind bei Brunnenbohrungen in Stuttgart zu beachten?
Der Stuttgarter Raum ist geologisch komplex. Während im Talkessel mächtige Schichten des Gipskeupers und der Stuttgarter Formation vorherrschen, die grundwasserführend sein können, sind die Hanglagen oft durch geringmächtige Deckschichten über Festgestein geprägt. Zudem können historische Verfüllungen und Altlasten im urbanen Umfeld die Grundwasserqualität beeinflussen und die Bohrplanung erschweren.
Gibt es in Stuttgart spezielle wasserrechtliche Vorschriften für Brunnen?
Ja. Neben dem bundesweiten Wasserhaushaltsgesetz (WHG) gelten das Landeswassergesetz Baden-Württemberg und die örtlichen Vorgaben der Unteren Wasserbehörde. Für die Entnahme von Grundwasser ist in der Regel eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich. Die Genehmigung hängt von der entnommenen Menge, der Nutzung und den Auswirkungen auf den Grundwasserhaushalt ab.
Ist vor einer Brunnenbohrung in Stuttgart immer ein hydrogeologisches Gutachten notwendig?
Für die wasserrechtliche Genehmigung wird in den allermeisten Fällen ein fachlich fundierter Antrag mit hydrogeologischer Begründung gefordert. Ein Gutachten, das die Ergiebigkeit, die chemische Beschaffenheit des Wassers und die Umweltverträglichkeit der Entnahme nachweist, ist daher praktisch immer erforderlich und dient der Rechtssicherheit für den Brunnenbetreiber.