
Methodik

Unser Verfahren folgt strikt den technischen Regeln der DVGW, insbesondere W 120 und W 130. Es beginnt mit der Auswertung geologischer Karten und vorhandener Bohrungen. Geoelektrische Messungen oder seismische Erkundungen charakterisieren den Untergrund. Darauf folgen Erkundungsbohrungen mit Kerngewinnung zur direkten Begutachtung der Gesteinsschichten. Entscheidend sind anschließende Pumpversuche, oft über 72 Stunden, um die spezifische Ergiebigkeit (l/s/m) und die Absenkungseigenschaften des Aquifers zu ermitteln. Die Probenahme und Analyse des Grundwassers erfolgt gemäß DIN EN ISO 22475-1. Die gesamte Dokumentation mündet in einem abschließenden Gutachten, das auch die Planung der eigentlichen Brunnenbohrung maßgeblich beeinflusst.
Lokale Aspekte — Deutschland
Die hydrogeologischen Verhältnisse in Deutschland variieren regional erheblich. Während im Norddeutschen Tiefland und in den Flusstälern wie des Rheins bei Köln mächtige Porengrundwasserleiter aus Sand und Kies vorherrschen, dominieren im Süden und in den Mittelgebirgen geklüftete Festgesteinsaquifere, etwa um Stuttgart. In Küstennähe, wie bei Projekten in Hamburg, ist die Salz-/Süßwassergrenze kritisch. Unser Gutachten berücksichtigt diese regionalen Besonderheiten, die Mächtigkeit der Deckschichten und die lokalen Schutzgebietsverordnungen, um standortgenaue und rechtssichere Empfehlungen zu geben.
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Anwendbare Normen
- DVGW W 120 (Richtlinien für Trinkwasserbrunnen)
- DVGW W 130 (Grundwassermessstellen)
- DIN EN ISO 22475-1 (Boden- und Grundwasserprobennahme)
- Wasserhaushaltsgesetz (WHG)