
Methodik

Unser methodischer Ansatz in Kiel beginnt mit der Auswertung geologischer Karten und vorhandener Bohrprofile. Wir führen hydrogeologische Vor-Ort-Erkundungen durch und setzen bei Bedarf geophysikalische Verfahren ein, um die Mächtigkeit und Ausdehnung der grundwasserführenden Schichten im pleistozänen und holozänen Lockergestein zu bestimmen. Die eigentliche Brunnenbohrung erfolgt unter genauer Dokumentation des Bohrprofils und der angetroffenen Wasserführung. Die abschließende Entwicklung des Brunnens und die Pumpversuche liefern die entscheidenden Parameter für die dauerhafte Betriebssicherheit.
Technische Referenzparameter
| Parameter | Referenzwert |
|---|---|
| Vorherrschender Bodentyp im Lockergestein | |
| Typische Grundwasserflurabstand | |
| Mächtigkeit grundwasserführender Schichten | |
| Salinitätsrisiko (Leitfähigkeit) |
Lokale Aspekte — Kiel
1. **Geologie & Grundwasserleiter**: In Kiel dominieren pleistozäne Schmelzwassersande und -kiese der Weichsel-Kaltzeit als Hauptgrundwasserleiter, die von holozänen Mudden und Marschen überlagert werden können. 2. **Grundwasserdynamik**: Der Grundwasserspiegel reagiert sensibel auf Gezeiten- und Sturmfluteinflüsse der nahen Ostsee. 3. **Risiko Versalzung**: In küstennahen Bereichen besteht die Gefahr der Salzwasserintrusion, was eine genaue Tiefenlage der Entnahmefilter erfordert. 4. **Stadtteilkontraste**: Während in den Geestgebieten tiefere, ergiebige Aquifer anstehen, sind in Marschgebieten flachere Grundwasserleiter mit potenziell höherer Vulnerabilität zu berücksichtigen. 5. **Typische Fälle**: Häufig geht es um die Erschließung von Brauchwasser für Gartenbewässerung oder die industrielle Kühlwassernutzung, wobei stets ein hydrogeologisches Gutachten die Planungsgrundlage bildet. Für größere Projekte in der gesamten Region verweisen wir auf unsere umfassenden Erfahrungen mit der Brunnenbohrung in der Metropolregion Hamburg.
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Dienstleistungen in Kiel
Anwendbare Normen
- Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
- Landeswassergesetz Schleswig-Holstein
- DVGW W 120 (Hydrogeologische Untersuchungen)
- DIN EN ISO 22282 (Geohydraulische Tests)
Häufig gestellte Fragen
Welche geologischen Besonderheiten in Kiel beeinflussen die Brunnenbohrung?
Die wechselnden Ablagerungen von Schmelzwassersanden der Geest und brackisch-marinen Sedimenten der Förde und Marsch erfordern eine genaue Lagebestimmung der Süßwasser führenden Horizonte. Bohrungen müssen so geplant werden, dass sie die schützenden Deckschichten nicht durchstoßen und keine hydraulische Verbindung zu salzhaltigem Grundwasser herstellen.
Ist in Kiel aufgrund der Nähe zur Ostsee mit speziellen wasserrechtlichen Auflagen zu rechnen?
Ja. In Wasserschutzgebieten und in Küstennähe gelten besondere Schutzbestimmungen zum Erhalt der Süßwasserlinse. Die Entnahmemengen und die Brunnentiefe unterliegen oft strengeren Genehmigungsvoraussetzungen durch die untere Wasserbehörde, um eine Versalzung der Grundwasserressourcen zu verhindern.
Wie wirkt sich die geringe Erdbebengefährdung in Kiel auf die Brunnenausführung aus?
Während die seismische Gefährdung in Kiel vergleichsweise gering ist, sind die technischen Anforderungen an die [Pumpeninstallation](/pumpeninstallation/) und die Dichtheit der Brunnenausbaurohre dennoch hoch, um langfristig Grundwasserverunreinigungen zu vermeiden. Die Standsicherheit der Brunnenkonstruktion wird entsprechend den anerkannten Regeln der Technik bemessen.