
Methodik

Die Methodik der Brunnensanierung folgt einem mehrstufigen Prozess. Zunächst erfolgt eine TV-Inspektion zur Schadensanalyse gemäß DIN EN ISO 22475. Anschließend wird der Brunnen mechanisch oder chemisch gereinigt, um Verockerungen und Versinterungen zu entfernen. Bei Bedarf wird die Filterkippe ausgetauscht oder nachvergütet. Die hydraulische Effizienz wird durch Pumpversuche überprüft; dabei werden Förderraten von bis zu 50 m³/h erreicht. Abschließend erfolgt eine Desinfektion nach DVGW-Arbeitsblatt W 291. Unser Team setzt modernste Spül- und Saugtechnik ein, die auch in engen Rohrdurchmessern von 200 mm einsetzbar ist. Für komplexe Fälle bieten wir Tiefbrunnen-Sanierungen an.
Technische Referenzparameter
| Parameter | Referenzwert |
|---|---|
| Brunnendurchmesser | 200 – 800 mm |
| Sanierungstiefe | bis 150 m |
| Förderrate nach Sanierung | 10 – 50 m³/h |
| Standzeitverlängerung | 15 – 25 Jahre |
| Desinfektionsverfahren | Chlorung oder UV-Behandlung |
Lokale Aspekte — Deutschland
In Norddeutschland, etwa in Hamburg, sind Brunnen oft in quartären Sanden verfiltert, die zu Verockerung neigen. Hier ist eine chemische Regenerierung mit Säuren üblich. In südlichen Regionen wie München dominieren kiesige Aquifere, bei denen mechanische Bürstenverfahren effektiver sind. Unser Unternehmen passt die Sanierungsstrategie an die lokalen hydrogeologischen Verhältnisse an. In Städten wie Köln und Frankfurt sind aufgrund des hohen Grundwasserstands oft aufwändige Spülverfahren erforderlich. Dank unserer bundesweiten Präsenz können wir auch in Stuttgart ortskundige Teams einsetzen.
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Anwendbare Normen
- DIN EN ISO 22475
- DIN EN ISO 22475
- DVGW W 291
- Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
Häufig gestellte Fragen
Welche Verfahren werden bei der Brunnensanierung eingesetzt?
Je nach Schadensbild kommen mechanische Verfahren (Bürsten, Fräsen), chemische Verfahren (Säuerung, Oxidationsmittel) oder hydraulische Verfahren (Spülen, Impulsverfahren) zum Einsatz. Die Wahl hängt von der Art der Ablagerungen und der Brunnenkonstruktion ab. Eine TV-Inspektion vorab ist obligatorisch.
Welche Normen sind bei der Brunnensanierung zu beachten?
Die Planung und Ausführung erfolgt nach DIN EN ISO 22475 (Bohrprofile) und DIN EN ISO 22475 (Brunnenbau). Für die Desinfektion gilt das DVGW-Arbeitsblatt W 291. Zudem sind die Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) einzuhalten, insbesondere bei der Entsorgung von Spülwasser.
Wie lange dauert eine typische Brunnensanierung?
Die Dauer hängt vom Umfang der Schäden ab. Eine einfache Reinigung kann innerhalb eines Tages abgeschlossen sein. Bei umfangreichen Reparaturen, etwa dem Austausch der Filterstrecke, sind 3 bis 5 Tage einzuplanen. Inklusive Inspektion und Abnahme beträgt die Gesamtdauer meist 1 bis 2 Wochen.
Wie viel kostet eine Brunnensanierung in Deutschland?
Die Kosten variieren stark nach Tiefe, Durchmesser und Schadensbild. Ein typischer Kostenrahmen liegt zwischen €950 und €3.800. Bei aufwändigen Sanierungen mit Tiefen >100 m oder Spezialverfahren können die Kosten höher ausfallen. Wir empfehlen ein individuelles Angebot nach einer Vor-Ort-Besichtigung.